Außersinnliche Wahrnehmung ist eine trainierbare Fähigkeit
Jeder Mensch nimmt außersinnlich wahr
Wenn du einen Raum betrittst und sofort spürst, dass hier etwas nicht stimmt, oder wenn du merkst, dass dich jemand beobachtet, obwohl du ihn nicht siehst. Aber auch, wenn du eine Vorahnung hast, die sich dann bewahrheitet. Das sind keine mystischen Ausnahmen. Das ist außersinnliche Wahrnehmung in Alltag.
Das Sache ist nicht, dass Menschen diese Fähigkeit nicht hätten. Es ist einfach so, dass sie nicht wissen, wie sie darauf zugreifen können. Sie verwechseln „untrainiert“ mit „unbegabt“. Sie denken, außersinnliche Wahrnehmung sei entweder eine angeborene Gabe oder pure Einbildung.
Beides stimmt nicht. Das spricht jedenfalls meine Erfahrung. Und ich habe in den letzten Jahren Hunderte Menschen darin ausgebildet.
„Zufall“ ist fehlende Mustererkennung
Wenn jemand sagt „Das war Zufall“, bedeutet das meist nur: Ich verstehe den Wirkmechanismus nicht. Alles hat eine Quelle, eine Ursache. Aber wenn wir den größeren Kontext nicht sehen, wenn uns die Worte fehlen, um zu beschreiben, was da wirkt, dann schieben die meisten es einfach auf einen Zufall: Da fällt einem etwas zu und man denkt, dass da nichts weiter dahinter steht.
Ich habe Jahre damit verbracht herauszufinden, wie man Menschen bewusst machen kann, dass sie bereits außersinnlich wahrnehmen. Wie man ein systematisches Training aufbaut, das diese diffuse, unbewusste Wahrnehmung in eine klare, anwendbare Fähigkeit verwandelt.
Der erste Schritt ist: Prüfung durch Wiederholung.
Du gehst z. B. immer wieder in denselben Raum. Du spürst, was da ist. Dann vergleichst du das, was du wahrnimmst, mit dem, was dort tatsächlich stattfindet. Mit der Geschichte des Raums. Mit den Menschen, die dort waren. Du prüfst und prüfst. Und irgendwann merkst du: Das, was ich da wahrnehme, hat etwas mit dem zu tun, was auch alltäglich messbar ist.
Das ist der Moment, in dem Zufall zu einem anwendbaren Muster wird.
Die vier Wahrnehmungstypen
Menschen nehmen außersinnlich auf unterschiedliche Weise wahr. Ich habe vier große Typen identifiziert: auditive Typen, visuelle Typen, spürende Typen und Mischtypen, die einfach wissen, wie etwas ist.
Das war eine meiner wichtigsten Erkenntnisse. Jemand, der spürend veranlagt ist und unbedingt visuell wahrnehmen möchte, blockiert sich selbst. Er muss seiner Stärke folgen, nicht versuchen, jemand zu sein, der er nicht ist. Finde heraus, was deine Stärke ist, was für ein Typ du hier bist.
Wenn du dann deinen Wahrnehmungstyp kennst, brauchst du einen hundertprozentig sicheren Kontakt zu einem außersinnlichen Phänomen, z. B. zu einem echten Krafttier oder zu einem Baumgeist. Etwas, das da ist und wirkt, unabhängig von deinen Erwartungen.
Dann erst beginnt das eigentliche Training.
Beobachten, beschreiben, bildhaft vorstellen
Sagen wir, du bist ein spürender Typ und hast Kontakt zu einem echten Krafttier hergestellt. Der erste Schritt ist: Du beobachtest, was du spürst. Nicht interpretieren. Nicht bewerten. Einfach wahrnehmen.
Dann beschreibst du es. Du fasst das Subtile in Worte. Das ist entscheidend, weil Sprache das Werkzeug ist, mit dem du etwas in deine bewusste Realität holst.
Im nächsten Schritt versuchst du, dir das bildhaft vorzustellen. Du übersetzt das Spüren in ein inneres Bild. So wird das, was wirklich da ist, für dich real. Du bekommst ein Übersetzungswerkzeug.
Wenn du das über Wochen, Monate, Jahre machst, wird daraus eine klare Kommunikation. In beide Richtungen.
Der Verstand ist nur ein Werkzeug von vielen
Jetzt kommt die Frage: Woher weißt du, dass du nicht einfach deinen eigenen Verstand beschreibst? Dass du nicht nur deine Fantasie dokumentierst?
Die Antwort ist einfach: Du arbeitest hierbei einfach nicht mit dem Verstand.
Die meisten Menschen sind mit ihrem Verstand identifiziert. Sie denken, sie sind der Verstand. Aber wenn du in einen erweiterten Bewusstseinszustand gehst, merkst du: Der Verstand ist nur ein Werkzeug. Du kannst Entscheidungen treffen, handeln, wahrnehmen, auch wenn du den Verstand nicht nutzt.
Das ist eine höhere Ebene des Alltagsverstandes. Wir haben kein Wort dafür in unserer Sprache, weil es nicht alltäglich ist und die wenigsten sich damit beschäftigen.
Ich nenne diesen Zustand den schamanischen Bewusstseinszustand. Du kommst dort hin durch eine spezielle meditative Routine. Ohne Trommeln, ohne Tanz, ohne Substanzen. Der Mensch ist dazu in der Lage. Er muss nur lernen, wie.
Reproduzierbare Subjektivität
Du kannst außersinnliche Wahrnehmung auf die Probe stellen. Du bittest z. B. ein Krafttier um Hilfe für ein konkretes Problem aus dem Alltag. Dann wendest du an, was du als Hilfestellung bekommst. Und möglicherweise erfährst du, dass es wirklich hilft.
Und wenn du das immer wieder machst, wenn du immer wieder erlebst, dass das, was du wahrnimmst, tatsächlich wirkt und nützt, dann kann auch dein Verstand nicht mehr von reiner Fantasie sprechen.
Das ist reproduzierbare Subjektivität. Wenn wissenschaftliche Messbarkeit fehlt, kann wiederholbare persönliche Erfahrung zur Validierungsmethode dienen, falls du das brauchst. Du könntest auch einfach Vertrauen und Erfahrungen sammeln.
Natürlich ist ein Krafttier nicht allmächtig und auch nicht allwissend. Aber es kann helfen, wie es kann. Eine pragmatische Vorgehensweise ist hier sehr zielführend. Also einfach danach zu schauen, was nützt dir und was nicht, für deine persönlichen oder spirituellen Ziele.
Es wird realer über die Zeit
Wenn du lange übst, wird die außersinnliche Wahrnehmung direkter, sicherer, klarer. Du vertraust der Sache, weil du weißt, dass sie echt ist. Und du weißt dann immer mehr, was du da tust.
Und so wird es immer realer. Das ist wie mit allem in der Welt.
Die meisten würden sagen: Entweder ist etwas real oder nicht. Aber denk an einen Traum. Ist ein Traum real? Es gibt Träume, die schwammig sind, die du vergisst. Und es gibt Träume, in denen du so wach bist, dass es wirkt wie der Alltag.
Auch im Alltag gibt es diese Abstufungen. Jemand kann vernebelt sein, in einem inneren Film gefangen. Oder er ist ganz im Erleben, bei dem, was jetzt gerade ist. Dann ist es sehr viel realer.
Solche Abstufungen gibt es auch bei der außersinnlichen Wahrnehmung. Anfangs ist es in der Regel noch nicht so real. Später wird es sehr intensiv.
Die größte Blockade
Was hindert Menschen am meisten daran, von diffuser, zufälliger Wahrnehmung zu einer klaren, anwendbaren Fähigkeit zu kommen?
Ganz klar: Ihre Identifikation mit dem Verstand und dem Körper.
Wenn ein Mensch denkt, er sei sein Verstand und er sei sein Körper, dann gibt es für ihn nichts außerhalb davon, was Körper und Verstand real machen können. Aber bei der außersinnlichen Wahrnehmung bist du außerhalb des Verstandes und außerhalb des Körpers mit dem Bewusstsein.
Du musst die Anhaftung, die Identifikation mit dem Körperlichen und dem Verstand loslassen. Das ist die größte Blockade.
Aber das passiert nicht in einem dramatischen Durchbruchsmoment. Das ist ein Schritt-für-Schritt-Training. Du gehst in den schamanischen Bewusstseinszustand. Dort bist du losgelöst vom Körper und Verstand. Von da aus gehst du ins außersinnliche Training.
Die Herausforderung dabei ist, nicht immer wieder in den Verstand zurückzufallen. Du entscheidest dich dabei immer wieder, in diesem schamanischen Bewusstseinszustand zu bleiben. Das ist die Übung. Dass du dich öffnest dafür, dass du nicht der Verstand bist und nicht der Körper. Und, dass du außerhalb davon auch jemand bist.
Heimbasiertes Training funktioniert
Viele schamanische Traditionen betonen die Wichtigkeit von physischer Präsenz, von kraftvollen Orten, von Gruppenenergie. Ich habe gelernt: Das ist die kulturelle Form. Aber nicht, was es wirklich dafür braucht.
Der Vorteil des heimbasierten Trainings ist enorm. Du bist nicht abgelenkt von anderen Menschen, von unterschiedlichen Energien und auch nicht von den Egothemen anderer. Du bist zu Hause, wo du dich wohlfühlst, wo du dich einrichten kannst, wie du es brauchst. Nicht in einer fremden Umgebung, wo du dich vielleicht nicht gut einlassen kannst, weil du ständig von anderen und deren Energien abgelenkt bist.
Außerdem bist du zeitlich und räumlich flexibel. Du kannst auch in den Urlaub fliegen und dort üben.
Aber wir treffen uns regelmäßig per Videocall. Wir üben zusammen. Wir führen die Menschen durch die Übungen hindurch. Und weil dieses Training sowieso außerhalb des Körpers und außerhalb des Verstandes stattfindet, haben wir die energetische Präsenz des Lehrers und der Gruppe voll zur Verfügung.
Das Ablenkende wird herausgefiltert. Das Positive überträgt sich. Der energetische Raum kann super gehalten werden.
Wahrnehmung ist aktive Beschreibung
Meine zweite große Erkenntnis: Außersinnliche Wahrnehmung ist wie alltägliche Wahrnehmung eine aktive Beschreibung von dem, was da wirkt, was da wirklich ist.
Es ist etwas, was du tust. Wahrnehmung ist nicht passiv darauf warten, bis etwas passiert.
Auch im Alltag ist Wahrnehmung immer hochaktiv. Sie wirkt nur nach langem Üben passiv, weil sie so gewohnt ist. Wenn du außersinnliche Wahrnehmung trainierst, musst du dich daran erinnern: Das ist eine hochaktive Beschreibung.
Diese Einsicht ist der Game Changer.
Stell dir vor, du bist mit einem echten Krafttier in Kontakt. Es ist da und es kommuniziert mit dir. Und jetzt wartest du darauf, dass jemand anderes die Wahrnehmung für dich übernimmt. Das funktioniert nicht. Du darfst dabei nicht passiv sein.
Du musst diese Wirklichkeit aktiv in deine Realität reinholen. Du musst das, was da ist, übersetzen, damit du es verstehen kannst, damit du etwas damit machen kannst. Um etwas in die eigene Realität zu holen, muss es in den eigenen Verständniskontext gebracht werden.
Und das macht niemand anderes für dich. Das musst du selber machen.
Was du jetzt hier gelernt hast
Außersinnliche Wahrnehmung ist keine mystische Gabe. Sie ist eine latente menschliche Kompetenz, die durch systematisches Training nutzbar wird. Jeder Mensch nimmt bereits außersinnlich wahr, meist unbewusst und diffus.
Der Weg zur klaren, anwendbaren Fähigkeit führt über mehrere Schritte: Du findest heraus, welcher Wahrnehmungstyp du bist. Dann stellst du einen sicheren Kontakt zu einem echten außersinnlichen Phänomen her. im dritten Schritt gehst du in einen erweiterten Bewusstseinszustand, in dem der Verstand zwar nicht aktiv, du aber ganz wach und hochaktiv bist. Dann beobachtest du, beschreibst und übersetzt, was da ist.
Die größte Blockade ist die Identifikation mit Verstand und Körper. Das Loslassen dieser Identifikation passiert durch tägliches Training, nicht durch einen dramatischen Durchbruch.
Außersinnliche Wahrnehmung ist kein passives darauf Warten bis etwas passiert. Sie ist aktive Beschreibung. Du musst das, was da wirkt, in deine Realität reinholen und in deinen Verständniskontext einbinden. Das macht niemand anderes für dich. Und genau das ist das Training dabei.
Und wenn du das über lange Zeit machst, wird es direkter, sicherer, klarer. Es wird immer realer und natürlicher.
Magischer Schutz: Was steckt dahinter?
Ist magischer Schutz sinnvoll? Und ist Magie gleichbedeutend mit Spiritualität? Was hilft hier wirklich?
Die 5 Säulen des Schamanismus
Um dein schamanisches Potential zu entfalten, musst du dich mit diesen fünf Dingen intensiv befassen. Du kommst nicht dran vorbei.
7 essentielle Fragen über Schamanismus
Diese Fragen werden oft falsch beantwortet, weil ihnen unrichtige Annahmen vorausgehen. Hier werden die Missverständnisse aufgeklärt!
Schamanisch mit echten Krafttieren arbeiten
Das Phänomen Krafttier ist komplex. Und anfangs stellt sich die Frage, wie man echte Wahrnehmung von Fantasie unterscheidet?
Schamanische Selbstfürsorge
Schamanische Selbstfürsorge ist vor allem energetische Selbstfürsorge: Bewusstsein, Energiefresser, Erdung, Abgrenzung, Kapazität.
Warum wir Schamanismus brauchen
Auf dem Weg der Technologie und Rationalität haben wir etwas Wichtiges verloren: Echte Wahrnehmung und Verbundenheit.
Was ist schamanische Heilung?
Schamanische Heilarbeit ist spirituelle Geistheilung. Im schamanischen Menschenbild sind wir leuchtende Wesen.
Ist Schamanismus gefährlich?
Schamanismus ist ein wirkmächtiger magischer Werkzeugkasten und muss daher demütig und achtsam benutzt werden.
Wie ist der Ablauf einer schamanischen Sitzung?
Eine schamanische Sitzung ist sehr individuell. Dennoch hat die Heilarbeit natürlich bestimmte Inhalte und ein besonderes Setting.
Was ist eine schamanische Trance-Reise?
Mit einer schamanischen Trance-Reise gelangen wir in nichtalltägliche Ebenen des Lebens, um zu lernen.
Was macht ein Schamane?
Schamanen sind die Bewahrer des alten Wissens und der Gebräuche. Sie sind Heiler, Seher und oft auch spirituelle Berater und Medien.
Was ist Schamanismus?
Schamanismus ist ein uraltes Brauchtum. Im Zentrum stehen ekstatische Bewusstseinsreisen und die tiefe Verbindung zur Natur.











