Magischer Schutz: Was steckt dahinter?
Schutz aus Angst ist ein Problem
Viele Menschen wollen von mir wissen, wie sie sich magisch schützen können, z. B. gegen negative Energien, gegen irgendwelche vermuteten Angriffe, in der Regel gegen etwas, das sie irgendwie spüren, aber nicht wirklich greifen können. Wenn ich dann nachfrage, wovor genau sie sich schützen wollen, wird die Antwort sehr vage. Es gibt dann oft eine Antwort, aber sie ist unklar es ist oft nur ein Gefühl, eine ungefähre Ahnung, ein Glaube an etwas, das da sein könnte. Sie wissen eigentlich gar nicht, wovor sie sich schützen wollen.
Das Problem liegt jedoch nicht beim Schutz an sich, sondern in dem, was den Wunsch nach Schutz antreibt. Und das ist in den allermeisten Fällen eine tief sitzende Angst. Es ist eine Angst vor dem Ungreifbaren, Angst vor dem Verlust der Kontrolle, Angst vor Manipulation oder Angst vor dem Tod.
Der Unterschied zwischen echter Gefahr und fantasierter Bedrohung
Die meisten Ängste, denen man heutzutage begegnen kann, beziehen sich nicht auf das, was jetzt gerade da ist. Sie beziehen sich auf Vergangenes, auf etwas, das nur in der Erinnerung weiter existiert. Dahinter stehen Geschichten, die auf eine mögliche Zukunft projiziert werden. Sie beziehen sich auf Fantasien von Gefahren, die vielleicht kommen, vielleicht aber auch nicht. Kurz gesagt, diese Angst ist unbegründet, weil es jetzt keine echte Gefahrenquelle gibt, aber eine in der Zukunft vermutet wird. Und oft bringt man sich unbewusst genau deshalb dann in entsprechende Situationen, in denen dann diese Vermutung schließlich Bestätigung findet. “Habe ich es doch gleich gewusst”, lautet dann der Kommentar dazu.
Echte Angst ist dafür da, um dir das Leben zu retten. Stell dir vor, ein Auto rast auf dich zu. Dein Körper mobilisiert dich, Adrenalin wird ausgeschüttet, du fliehst, du bewegst dich weg von der Gefahrenquelle und du überlebst. Das ist Angst, die sich auf eine echte, gegenwärtige Gefahr bezieht.
Eine fantasierte und auf die Zukunft projizierte Angst klingt, z. B. so:
“Ich sage lieber nichts, weil ich könnte ja etwas Falsches sagen und dann doof dastehen.”
“Ich spreche sie lieber nicht an, weil sie mich vielleicht gar nicht mag und das könnte mich verletzen.”
“Ich melde mich mal lieber nicht zur Prüfung an, weil ich sie verhauen könnte und das wäre demütigend.”
“Ich mache es lieber wie alle anderen , weil das, was ich machen würde, interessiert ja eh keinen.”
Diese Ängste werden von Fantasien genährt. Irgendwo in der Vergangenheit haben sie einen echten Ursprung. Aber sie beziehen sich nicht auf das, was jetzt gerade da ist. Und damit halten sie einen vom eigentlichen Leben fern. Sie blockieren dich dein Leben zu leben, zu lernen, zu wachsen und dich zu verwirklichen.
Energie folgt der Aufmerksamkeit
Es gibt ein grundlegendes magisches Gesetz, das dir sicher auch bekannt ist: Energie folgt der Aufmerksamkeit. Genauer ausgedrückt: Das, worauf du viel Aufmerksamkeit und Energie richtest, wird immer realer. Es wird in deiner erfahrbaren Realität immer präsenter. Du ziehst es vermehrt in dein Erleben hinein.
Wenn du starke Angst vor etwas hast, ist das eine sehr starke Emotion, eine starke Energie. Richtest du diese auf ein Thema, wird es krass real für dich.
Jetzt kommt der Punkt, an dem es kritisch wird.
Willst du dich zusätzlich magisch davor schützen, gibst du diesem Thema noch mehr Aufmerksamkeit, also eine extra Ladung Energie. Du bestätigst es und machst es noch realer. Du fixierst es regelrecht in deiner Realität, hältst es fest, erschaffst damit eine enorme Anhaftung.
Ich habe Menschen kennengelernt, die von morgens bis abends nichts anderes mehr gemacht haben, als sich magisch zu schützen. Das ist paranoid. Gelebt haben sie gar nicht mehr richtig, weil das Thema ihren ganzen Alltag bestimmt hat. Es ist für sie zu so einer krassen Realität geworden, dass es gar nicht mehr verschwinden konnte, weil es ständig mit Energie vollgepumpt und mit Aufmerksamkeit in ihrer Realität gehalten wurde.
“Aber ich pumpe doch Energie in den Schutz, nicht in die Bedrohung”
Dieser Einwand kommt an dieser Stelle oft und er ist auch berechtigt. Ja, du pumpst Energie in den Schutz, aber du bestätigst damit auch die Sache an sich und machst sie umso präsenter in deinem Leben. Dein Schutzbedürfnis existiert ja nur, weil du Angst vor etwas hast. Verlierst du die Angst, kannst du sehen, womit du es wirklich zu tun hast und eine reife und vernünftige Lösung finden.
Deine Angst manifestiert sich sonst und im Grunde kämpfst du gegen deine eigene Angst an, anstatt in die Heilung zu gehen und wahren Frieden zu finden.
Das ist eine Negativspirale. Viele Menschen tappen da rein, ohne es zu merken. Und sie finden dann schwer wieder hinaus.
Der Weg aus der negativen Spirale hinaus
Es gibt eine Alternative, einen Weg, der dich stärkt, anstatt dich in einem selbst gemachten Kreislauf der Angst gefangen zu halten. Ich zeige dir gleich sechs Schritte, die ich aus meiner eigenen Praxis kenne und die ich Menschen beibringe, die ich auf ihrem schamanischen Weg begleite, falls sie das brauchen.
Erstens: Baue deine energetische Abgrenzungsfähigkeit auf. Diese ist wie eine starke energetische Haut, die dafür sorgt, dass nährende Energien reinkommen und unpassende draußen bleiben, ganz natürlich. Du schottest dich nicht ab, sondern sagst einfach: Ich möchte vom Leben genährt werden. Und dann taucht immer mehr Nährendes in deinem Leben auf. Das macht dich stärker und stabiler und die Angst schwindet dadurch.
Zweitens: Baue deine energetische Erdungsfähigkeit auf. Das gibt dir eine weitere stabile Basis. Du hast dann die Kraft von Mutter Erde an deiner Seite und das gibt dir Halt und Geborgenheit. Auch dadurch schwindet die Angst.
Drittens: Heile gezielt den Kern deiner Angst. Das ist der wichtigste Punkt. Komm in Frieden, geh in die Liebe und in die Akzeptanz und erkenne, warum etwas in deinem Leben auftaucht und, dass es ein Spiegel deiner inneren Realität ist. Frag dich: Wie sorge ich dafür, dass das jetzt in meinem Leben real ist? Es ist ein Lernweg, aber das bedeutet nicht, dass du dir alles gefallen lässt. Für dich einstehen ist wichtig. Liebe und Akzeptanz bedeuten nicht Passivität.
Viertens: Bring dein gesamtes Leben auf eine höhere Schwingungsebene. Es gibt Dinge, vor denen sich Menschen schützen wollen, die auf einer höheren Schwingungsebene gar nicht auftauchen. Solche Sachen klopfen ab und zu vielleicht auch mal bei dir an, aber du kannst dann frei wählen: Will ich das jetzt real machen für mich oder nicht? Du hast die Wahl.
Fünftens: Entscheide dich immer wieder für einen echten spirituellen Weg. Lass dich nicht von der dunklen Seite der Macht verführen. Folge nicht der Angst, dem Neid, der Wut, der Gier, dem Ego. Finde immer wieder den richtigen Weg, welcher das auch immer für dich ist.
Sechstens: Bleib dran. Es ist ein Lernweg. Gehe nicht davon aus, dass wenn du nun ein mal dich für etwas anderes entschieden hast, dass du den Rest deines Lebens immun bist. Im Leben musst du ständig weiter Entscheidungen treffen, Verantwortung tragen, das Leben macht immer wieder Angebote zum Lernen und es geht immer weiter mit neuen Herausforderungen.
Worum es wirklich geht
Wenn sich jemand magisch schützen möchte, hat er in aller Regel eine große, tief sitzende Angst. Das ist die Motivation dahinter. Aus einem Zustand der Ruhe und des Friedens heraus machen das die wenigsten.
Angst deutet immer auf eine Möglichkeit für tiefere Heilung hin.
Erkennst du, was hinter der Angst steht, zeigt sich, worum es eigentlich geht. Nicht um Schutz geht es, sondern um Weiterentwicklung, darum, dass du etwas lernst, mehr Stärke in dir findest und mehr von dir selbst entdeckst. In der Regel geht es um Selbsterkenntnis und Bewusstseinserweiterung.
Und das erreichst du nicht, indem du gegen etwas oder gar dich selbst kämpfst, sondern indem du dich dir selbst zuwendest, deiner eigenen Kraft, deiner eigenen Klarheit.
Erschaffe eine Realität, die dir entspricht
Ich schlage einen Weg vor, der hin zu etwas führt, anstatt weg von etwas. Weil weg von etwas nährt das, wovon du weg möchtest, weil du ja deine Energie darauf richtest. Wenn es jedoch darum geht zu wählen, wo du hin möchtest, musst du dich erst mal reflektieren und klären. Was willst du denn eigentlich? Und bist du auch bereit diese Verantwortung anzunehmen?
Wähle weise.
Schöpfer deines Lebens bist du sowieso, also fang an es bewusst zu sein. Erschaffe eine Variante deines Lebens, die dir wirklich entspricht, nicht eine, die von Angst bestimmt wird, keine, in der du ständig gegen etwas kämpfst, sondern eine, in der du dich entwickelst, wächst und mehr von dem wirst, was du wirklich bist.
Plumpe magische Schutzrituale bringe ich deshalb nicht bei, sondern ich leite dazu an, einen echten spirituellen und nachhaltigen Weg zu gehen. Wenn du dann irgendwann auf einer höheren Schwingungsebene angekommen bist, spielen solche Dinge, vor denen du dich jetzt noch schützen möchtest, immer weniger eine Rolle.
Anklopfen tun sie manchmal, um dich zu prüfen und je nachdem, wie der Alltag läuft, tappst du hier und da irgendwo vielleicht mal rein. Daher hat man immer wieder die Wahl, ob man diese Dinge nährt, oder ob man sich dem größeren Selbst zuwendet und den spirituellen Weg weiter geht. Magie ist nämlich nicht gleichzusetzen mit Spiritualität.
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