Die 5 Säulen des Schamanismus
Dein Weg zu deinem vollen schamanischen Potenzial
Vor einiger Zeit kam mir eine Eingebung. Eine Frage tauchte auf, die ich mir in all den Jahren noch nie so gestellt hatte.
Wenn Schamanismus modellhaft etwas wäre, das von Säulen getragen würde – welche Säulen wären das? Und wie viele?
Ich bin auf fünf Säulen gestoßen. Fünf Säulen, die nicht nur ein theoretisches Konstrukt bilden, sondern mit denen du dein volles schamanisches Potenzial erwecken kannst. Und zwar durch systematisches Training. Das ist das Spannende daran. Schamanische Fähigkeiten sind keine Gabe, die du entweder hast oder nicht hast. Ein schamanisches Training ist ein Entwicklungsweg mit klaren Stufen, die du Schritt für Schritt nehmen kannst.
Lass mich dir zeigen, wie diese fünf Säulen zusammenwirken.
Säule 1: Bewusstsein – Die Grundlage aller Erkenntnis
Bewusstsein haben wir alle. Das ist nicht die Frage. Die Frage ist: Wie viel ist uns bewusst?
Je mehr uns bewusst ist, desto mehr können wir erkennen, was wirklich da ist. Wer wir wirklich sind. Was wir vermögen. Nicht was wir glauben zu vermögen, sondern was tatsächlich in uns angelegt ist.
Bewusstsein zeigt uns, wer oder was da wirkt. Es zeigt uns unser Potenzial. Und wenn wir das erkennen können, dann können wir uns auch auf den Weg machen, es zu verwirklichen.
Aber Bewusstsein allein reicht nicht.
Du kannst die klarste Erkenntnis haben, die tiefste Einsicht in dein Potenzial – wenn dir die Energie fehlt, bleibt es bei der Erkenntnis. Deswegen brauchen wir die zweite Säule.
Säule 2: Lebensenergie – Der Treibstoff der Transformation
Hier wird es interessant. Erweitern wir unser Bewusstsein, erhalten wir automatisch mehr Energie. Das klingt gut. Aber jetzt kommt der Punkt, der viele verwirrt.
Wir brauchen auch Energie, um unser Bewusstsein zu erweitern.
Da scheint sich die Schlange in den Schwanz zu beißen. Wie soll das gehen?
Die Antwort ist einfacher als du denkst. Bewusstsein und Energie gehören zusammen. Das ist ein und dasselbe, was sich auf unterschiedliche Weise manifestieren kann. Deswegen lässt man in der schamanischen Praxis beides Hand in Hand gehen.
Das bedeutet: Du erweiterst das Bewusstsein aktiv und lernst gleichzeitig, immer besser mit der Energie zu haushalten. Du sorgst dafür, dass deine eigene Energiekapazität steigt. Und du stellst sicher, dass dein Nervensystem das tragen kann.
Weil wenn du das Bewusstsein erweiterst und dir immer mehr Energie zugänglich machst, dann musst du weise leben. Du musst dich selbst gut einschätzen und dich kennen. Du musst gut geerdet sein, sonst können dir schnell die Sicherungen durchbrennen.
Der Körper und das Nervensystem müssen das tragen können. Und weil da so viel los sein kann und wir genau wissen müssen, was wir tun, brauchen wir einen klaren Fokus auf den Dingen, die uns wirklich wichtig sind.
Deswegen brauchen wir die dritte Säule.
Säule 3: Trance – Die Kunst der fokussierten Aufmerksamkeit
Trance ist, wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf eine Sache konzentrieren. Wenn wir unseren vollen Fokus auf etwas ausrichten.
Möchtest du schamanisch tätig werden – also in nichtalltäglichen Bewusstseinszuständen wirken und lernen – dann brauchst du eine sehr gute Trance-Kompetenz. Ich nenne das auch gern die Trance-Haltekraft.
Der Alltag mag es nicht, wenn du dich von ihm abwendest.
Der Alltag vereinnahmt uns enorm. Er will, dass wir unsere volle Energie, unsere volle Aufmerksamkeit in ihn reinstecken. Das Ego mag es nicht, wenn du ins Nichtalltägliche gehst mit dem Bewusstsein.
Deswegen spielen im Schamanismus Trance-Techniken so eine wichtige Rolle. Die Energie- und Bewusstseinserweiterung, das gehört alles zusammen. Du brauchst das, damit du in die nichtalltäglichen Wirklichkeiten überhaupt eintreten kannst, das heißt, um schamanisch tätig werden zu können.
Für eine starke Trance, für eine gute Trance-Haltekraft brauchst du als Voraussetzung auch einen klaren und ruhigen Geist.
Wenn im Geist so viel los ist, so viele Inhalte, wenn da ständig was plappert, dann kannst du deine Aufmerksamkeit nicht klar fokussiert für eine lange Zeit auf etwas halten, was nichts mit dem Alltag zu tun hat. Das braucht enorm viel Energie, die aber von den ganzen geistigen Inhalten weggefressen wird.
Deswegen klappt es nicht.
Um diesen klaren, ruhigen Geist zu erreichen, den wir für eine starke Trance brauchen, brauchen wir die vierte Säule.
Säule 4: Heilung – Der Weg zur inneren Klarheit
Wenn wir viel Unfrieden in uns tragen, viele Altlasten und geistige Wunden, die tief in uns schlummern, dann verbraucht das nicht nur eine Menge Energie. Es benebelt auch unseren Geist.
Immer wenn wir zur Ruhe kommen wollen, unseren Geist in eine Leere bringen wollen, dann zeigen sich diese Inhalte, weil diese gesehen und geheilt werden wollen. Sie nutzen die Möglichkeit und sagen: „Ah, schön, hier wird Raum frei, hier guckt einer hin, jetzt kann ich endlich ins Bewusstsein treten, damit ich Heilung finden kann, damit der Mensch wieder ganz werden kann, in Frieden kommen kann, in Harmonie.“
Das heißt, wenn wir zur Ruhe kommen, um in Trance zu gehen, und sich da diese Altlasten zeigen und sich in den Vordergrund drängen, dann lenkt das ab. Wir können dann im Prinzip kaum schamanisch arbeiten.
Deswegen ist ein schamanischer Weg auch immer ein langfristiger, tiefer spiritueller Heilungsweg, auf dem man sich dieser geistigen Altlasten, dieser Wunden, die geheilt werden wollen, widmet.
Das ist kein Umweg. Das ist kein „erst muss ich heilen, dann kann ich schamanisch arbeiten“. Beides gehört zusammen. Beides bedingt sich gegenseitig. Je tiefer du in die schamanische Praxis gehst, desto mehr zeigt sich, was gesehen und geheilt werden will. Und je mehr du heilst, desto tiefer kannst du in die schamanische Praxis gehen.
Säule 5: Mutter Erde und die Naturkräfte – Die Basis von allem
Die Erde, Mutter Erde, ist für uns Menschen die Basis. Unsere alltägliche Lebensgrundlage.
Wenn du schamanisch tätig sein möchtest, dann muss dir auch klar sein, dass Mutter Erde ein immenser Energievorrat für uns ist. Sie kann uns Energie zur Verfügung stellen und eine Menge Weisheit für ein gutes Leben. Aber auch schamanische Weisheit hält sie für uns bereit.
Wir müssen uns das nur bewusst machen und uns in Demut mit ihr verbinden.
Und dabei ist auch wichtig, dass wir auf einen guten Ausgleich achten.
Wenn wir etwas nehmen, geben wir es zurück. Das ist kein esoterisches Konzept, sondern eine praktische Notwendigkeit. Die Verbindung zur Erde ist keine Einbahnstraße. Sie ist ein lebendiger Austausch, der beide Seiten nährt.
Die Natur ist nicht nur Kulisse für schamanische Arbeit. Sie ist nicht nur der Ort, wo man hingeht, um mal abzuschalten. Sie ist die Grundlage, aus der alles entsteht. Die Quelle, aus der wir schöpfen können, wenn wir gelernt haben, wie.
Wie die 5 Säulen zusammenwirken
Jetzt siehst du vielleicht, wie diese fünf Säulen ineinandergreifen. Keine steht für sich allein. Jede braucht die andere, jede verstärkt die andere.
Bewusstsein ist nötig, um zu erkennen, was möglich ist. Energie brauchst du, um das Bewusstsein zu erweitern und das Erkannte zu verwirklichen. Ohne Trance kannst du nicht in nichtalltägliche Bewusstseinszustände eintreten. Heilung entwickelt die Trance-Haltekraft, die du dafür brauchst. Und die Verbindung zur Erde bildet die Grundlage für alles.
Das ist langfristig kein linearer Weg, wo du erst Säule eins abarbeitest, dann Säule zwei, dann Säule drei. Das ist ein lebendiges System, wo du an allen fünf Säulen gleichzeitig arbeitest. Mal liegt der Fokus mehr auf der einen, mal mehr auf der anderen. Aber alle entwickeln sich zusammen.
Und hier ist der entscheidende Punkt: Das ist trainierbar.
Du musst nicht begabt sein. Keine bestimmte kulturelle Zugehörigkeit ist erforderlich. Eine außergewöhnliche Gabe brauchst du nicht. Nur die Bereitschaft zu üben, zu lernen und dich zu entwickeln.
Jede dieser fünf Säulen kannst du stärken. Alle sind trainierbar. Nicht über Nacht. Auch nicht in einem Wochenendworkshop. Aber durch kontinuierliche Praxis über eine gewisse Zeit, je nachdem wie tief du einsteigen möchtest.
Was das für deinen schamanischen Weg bedeutet
Wenn du schamanisch arbeiten möchtest, dann gib dir selbst die Erlaubnis, das zu lernen. Nicht zu glauben, dass du es kannst oder nicht kannst. Sondern zu lernen, wie es geht.
Fang an, dein Bewusstsein zu erweitern. Lerne, mit deiner Energie zu haushalten und deine Energiekapazität zu steigern. Übe Trance-Techniken, entwickle deine Trance-Haltekraft. Widme dich deinen geistigen Wunden und deinem spirituellen Heilungsweg. Und baue eine echte, lebendige Verbindung zur Natur auf.
Das ist der Weg. Nicht mystifiziert. Nicht verkompliziert. Sondern klar, strukturiert und machbar.
Du hast das Potenzial in dir. Die Frage ist nur, ob du dich dafür entscheidest, es zu entwickeln. Wenn du es noch genauer lernen möchtest, komm gerne zu uns ins schamanische Training.
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Was ist schamanische Heilung?
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Ist Schamanismus gefährlich?
Schamanismus ist ein wirkmächtiger magischer Werkzeugkasten und muss daher demütig und achtsam benutzt werden.
Wie ist der Ablauf einer schamanischen Sitzung?
Eine schamanische Sitzung ist sehr individuell. Dennoch hat die Heilarbeit natürlich bestimmte Inhalte und ein besonderes Setting.
Was ist eine schamanische Trance-Reise?
Mit einer schamanischen Trance-Reise gelangen wir in nichtalltägliche Ebenen des Lebens, um zu lernen.
Was macht ein Schamane?
Schamanen sind die Bewahrer des alten Wissens und der Gebräuche. Sie sind Heiler, Seher und oft auch spirituelle Berater und Medien.
Was ist Schamanismus?
Schamanismus ist ein uraltes Brauchtum. Im Zentrum stehen ekstatische Bewusstseinsreisen und die tiefe Verbindung zur Natur.











