Schamanische Selbstfürsorge

Der 5-Säulen-Fahrplan für dein Energiesystem

Du putzt dir jeden Morgen die Zähne, duschst und wäschst deine Kleidung. Körperliche Hygiene ist für uns alle selbstverständlich.

Aber dein Energiesystem? Das läuft im Hintergrund, in der Regel unbeachtet, überladen mit allem, was du den ganzen Tag über aufsammelst: Fremde Emotionen, Gedanken, energetische Echos. Dazu kommen noch all die eigenen alten und unverarbeiteten Energien, die in deinem System fest hängen. Und du fragst dich, warum du dich ständig erschöpft fühlst, obwohl du eigentlich genug geschlafen hast.

Die meisten Menschen leben mit einem Energiesystem, das nie gereinigt, nie geerdet und nie systematisch gestärkt und stabilisiert wurde. Sie versuchen, mehr Energie zu bekommen, mehr zu tanken, mehr zu holen. Aber das ist wie Wasser in einen Eimer mit Löchern zu gießen.

Ich arbeite seit vielen Jahren mit Menschen, die ihre schamanischen Fähigkeiten entwickeln wollen. Und was ich immer wieder sehe: Die Basis für alles ist ein gesundes und aktives Energiesystem. Ohne diese Basis kannst du trainieren, so viel du willst. Da passiert langfristig nicht sehr viel.

Dieser Artikel zeigt dir die fünf Säulen, die dein Energiesystem braucht, um in sein natürliches Gleichgewicht und in seine Stärke zu kommen. Nicht als Konzept, sondern als trainierbare Fähigkeiten.

Das Missverständnis, das dich Energie kostet

Die meisten Menschen denken, sie brauchen einfach mehr Energie, mehr Schlaf, mehr Kaffee, mehr Motivation, mehr Quantität.

Aber da liegt nicht das Problem.

Du hast ein lebendiges System. Und wie jedes lebendige System braucht es nicht nur Input, sondern auch Durchfluss, Reinigung, Abgrenzung und Kapazität. Wenn du nur versuchst, mehr Energie reinzupumpen, ohne das System zu trainieren, verpufft alles, genau so wie es rein gekommen ist.

Ich habe das in der Praxis immer wieder beobachtet. Menschen kommen mit der Überzeugung, sie seien einfach energetisch schwach. Sie brauchen mehr. Aber wenn wir anfangen zu schauen, was tatsächlich passiert, sehen wir: Das System ist überladen. Es hat schon genug Energie, aber halt die Falsche. Es ist nicht trainiert und weiß nicht, was es tun soll. Es läuft Energie aus, wo sie nicht auslaufen sollte. Fremde Energien kommen rein, wo sie draußen bleiben sollten. Und die nährende Energie hat keinen Raum, um da bleiben zu können.

Das Problem ist nicht Mangel. Es ist ein untrainiertes und überfordertes energetisches System.

Säule 1: Bewusstsein – Du bist ein energetisches Wesen

Die erste Säule ist simpel, aber fundamental: Du musst verstehen, dass du ein energetisches Wesen bist.

Das ist keine Metapher. Es ist keine spirituelle Idee. Sondern die Grundlage, auf der alles andere aufbaut. Dein Körper ist nicht nur ein “Klumpen Materie”, der es halt irgendwie geschafft hat lebendig zu sein. Du hast ein Energiesystem, das genauso real ist wie dein Nervensystem oder dein Kreislauf.

Wenn du das nicht weißt und verstehst, kümmerst du dich auch nicht darum. Wenn du dich nicht darum kümmerst, bleibt es ungenutzt und verwahrlost. Und wenn es nicht nutzt und es verwahrlosen lässt, fühlst du dich halt irgendwann erschöpft, überfordert, fremdgesteuert.

Bewusstsein ist der erste Schritt. Ohne Bewusstsein kann es keine Veränderung geben. Daher beschäftige dich mit deinem energetischen Sein. Lerne dich energetisch kennen, was du brauchst, wie du da so tickst und wer du energetisch bist.

Säule 2: Energiefresser minimieren – Wo verschwindet deine Energie wirklich?

Die zweite Säule ist die wichtigste, wenn du wirklich nachhaltig etwas ändern willst: Du musst deine alltäglichen Energiefresser minimieren.

Bevor du versuchst, mehr Energie aufzunehmen, musst du aufhören, sie sinnlos zu verschwenden. Und die meisten Menschen verschwenden jeden Tag massive Mengen Energie, ohne es zu merken. Warum? Weil es ihnen nicht bewusst ist und weil sie es gewohnt sind.

Der größte Energiefresser ist ständiges, unbewusstes Denken. Dein Geist ist voll mit irgendwelchen Sachen. Du denkst über Dinge nach, die nicht wichtig sind. Du analysierst, grübelst, planst und wiederholst Gespräche in deinem Kopf. Das nenne ich Gedankenrauschen. Und dieses Gedankenrauschen kostet dich mehr Energie als alles andere.

Der zweitgrößte Energiefresser ist das Aufrechterhalten der funktionierenden Alltagsrealität. Du willst ständig etwas machen. Kontrolle haben. Widerstand leisten gegen das was ist. Organisieren, damit alles gut läuft. Funktionieren, damit dir keiner was kann. Leistung bringen, damit du dich wertvoll fühlst. Du hältst die Welt zusammen, indem du dich ständig anstrengst. Das ist zeitweise wichtig. Aber sehr oft ist das nicht nötig. Erkenne wann genau es unnötig ist und lass es dann sein. Zack: Mehr Energie!

Das dritte sind geistig-energetische Altlasten, also alte geistige Wunden und Narben, Konfliktthemen, unverarbeitete Erfahrungen. Du trägst sie mit dir herum, und sie ziehen ständig an deiner Energie. Denn sie wollen gesehen sein, tun aber weh. Daher unterdrückst du sie. Werden sie geheilt, sparst du dir diese Energie. Und du hast mehr Frieden und Harmonie.

Wenn du diese drei Bereiche nicht angehst, kannst du so viel Energie aufnehmen, wie du willst. Das meiste davon wird sofort wieder verbraucht.

Säule 3: Erdung – Die Verbindung, die alles trägt

Die dritte Säule ist Erdung. Verbindung zu Mutter Erde.

Du hast ein Energiezentrum, das dich direkt mit der Erde verbindet. Über dieses Zentrum kannst du alte Energie abgeben und frische Energie aufnehmen. Wenn dieses Zentrum nicht gut arbeitet, funktioniert beides nicht.

Erdung ist aber mehr als nur ein Energiezentrum. Denn Erdung ist auch ein Lebensstil. Es geht dabei darum, dass du gerne da bist, du es magst zu leben und dass du dich gut fühlst. Erdung ist auch, dass du gerne im Hier und Jetzt bist.

Wenn du nicht geerdet bist, fühlst du dich fahrig. Du bist nicht bei dir, bist nicht präsent. Zwar funktionierst du gut, aber du lebst nicht wirklich.

Erdung ist die Basis dafür, dass dein Energiesystem überhaupt arbeiten kann. Ohne Erdung hast du keine Wurzeln. Ohne Wurzeln, bist du nicht kraftvoll präsent und kannst nicht wachsen. Und deine Energie nicht wirklich sinnvoll nutzen.

Säule 4: Energetische Abgrenzung – Was draußen bleiben muss

Die vierte Säule ist energetische Abgrenzungsfähigkeit.

Wenn diese Fähigkeit nicht trainiert ist, kommen von außen fremde Energien in dein äußeres Energiesystem. Das sind Emotionen, Gedanken, Echos von Orten, von Situationen. Sie hängen da und klopfen ständig an. Sie wollen etwas von dir.

Du bist dadurch ständig beschäftigt mit Dingen, die nicht deine sind, fühlst Emotionen, die nicht von dir kommen, denkst Gedanken, die nicht deine sind und bist gereizt, genervt, überfordert, und weißt aber nicht, warum.

Die nächste Stufe ist, dass diese Sachen nicht ins innere Energiesystem reindürfen. Das innere System ist alles, was in deinem Körper ist. Dort findet auch dein Selbstgefühl statt. Wie du dich selbst fühlst.

Wenn dein inneres System voll ist mit Energien, die nicht deine sind, hast du kein Gefühl von dir selbst. Du bist dadurch nicht bei dir und fühlst dich fremdgesteuert.

Dein äußeres Energiesystem hat ganz außen eine Schicht, die du stärken kannst wie einen Muskel. Sie filtert, was rein darf und was draußen bleiben soll. Zum inneren System hin gibt es ein weiteres Zentrum, das ebenfalls filtert.

Abgrenzung ist nicht Isolation. Sie ist ein Filter. Du lässt rein, was zu dir gehört und brauchst und lässt draußen, was nicht zu dir gehört und dir schadet.

Säule 5: Energiekapazität erhöhen – Wenn das System bereit ist

Die fünfte Säule ist Energiekapazität erhöhen. Aber diese Säule kommt zuletzt, nicht zuerst.

Wenn du versuchst, deine Energiekapazität zu erhöhen, bevor du die anderen vier Säulen aufgebaut hast, geht die ganze Energie wieder verloren und verursacht zusätzlichen Stau, weil alles, was durch sie angeregt wird, nicht bearbeitet werden kann. Zuerst muss genug Kapazität da sein.

Erst wenn das System funktioniert, ergibt es Sinn, die Kapazität zu erhöhen.

Das Universum verschwendet keine Energie. Wenn irgendwo Energie rumliegt, die nicht gebraucht wird, nimmt das Universum sie und nutzt sie da, wo sie gebraucht wird. Wenn du versuchst, Energie anzusammeln und zurückzuhalten, wird sie irgendwann entweder einfach weg sein, oder das Leben sorgt dafür, dass du sie nutzen musst. Und das kann auch unangenehm sein.

Die bessere Variante ist, dass du dafür sorgst, dass genug Energie durch dich durchfließt. Dass die Kapazität an Energie, die durch dich durchströmt, erhöht wird. Dann hast du immer mehr als genug Energie und läufst nicht Gefahr, dass das Universum kommt und sie dir wegnimmt.

Wenn du täglich dein gesamtes Energiesystem mit genug Energie durchströmen lässt, trainiert sich dein ganzes System. Du merkst das daran, dass du ruhiger bist, dass du mehr Frieden hast und dass dich die Dinge nicht mehr so viel Kraft kosten. Und vor allem, dass alle schamanischen Fähigkeiten viel besser funktionieren.

Die Reihenfolge ist entscheidend

Diese fünf Säulen funktionieren nicht isoliert. Sie bauen aufeinander auf.

Erste Säule: Bewusstsein. Du verstehst, dass du ein energetisches Wesen bist.

Zweite Säule: Energiefresser minimieren. Du hörst auf, Energie sinnlos zu verschwenden.

Dritte Säule: Erdung. Du baust die Verbindung zur Mutter Erde auf, damit alte Energie abfließen und frische Energie reinkommen kann.

Vierte Säule: Abgrenzung. Du trainierst dein System, fremde Energien draußen zu halten, damit du nicht ständig überladen bist.

Fünfte Säule: Energiekapazität erhöhen. Wenn die Basis stimmt, kannst du die Kapazität erhöhen, damit mehr Energie durchfließen kann.

Wenn du versuchst, bei der Reihenfolge etwas zu überspringen oder zu vernachlässigen, funktioniert es nicht. Wenn du versuchst, mehr Energie aufzunehmen, bevor du die Energiefresser minimiert hast, verpufft alles. Wenn du versuchst, deine Kapazität zu erhöhen, bevor du geerdet und abgegrenzt bist, überlastet du dich nur und schaffst neue Blockaden.

Was sich verändert, wenn das System funktioniert

Ich begleite Menschen seit vielen Jahren in der Entwicklung ihrer schamanischen Fähigkeiten. Und was ich sehe, wenn das Energiesystem trainiert ist, ist immer dasselbe Muster.

Sie haben mehr Energie, kommen mehr zu sich, sind besser geerdet, sind mehr im Hier und Jetzt, können sich besser um sich kümmern, fühlen sich freier, fühlen sich leichter und fühlen sich mächtiger. Sie können das Leben mehr steuern, fühlen sich mehr wie sie selbst, ihre Fähigkeiten verbessern sich und ihre Klarheit erhöht sich.

Das liegt einfach am richtigen Training.

Schamanische Fähigkeiten sind nicht reine angeborene Begabung. Sie sind trainierbar, für jeden, egal wo man startet. Sie brauchen ein funktionierendes Energiesystem als Basis. Ohne diese Basis kannst du üben, so viel du willst. Du wirst irgendwann nicht mehr voran kommen. Es kann sogar sein, dass du irgendwann Rückschritte machst, wenn du deine Basis vernachlässigst.

Energetische Selbstfürsorge ist keine Option

Du würdest nicht eine Woche lang nicht duschen und dich dann wundern, warum du dich unwohl fühlst. Außerdem würdest du nicht deine Zähne nicht putzen und dich dann wundern, warum sie verfaulen.

Aber genau das machen die allermeisten mit ihrem Energiesystem.

Sie ignorieren es, lassen es überladen und fremde Energien rein. Sie verschwenden ihre Energie für Dinge, die ihnen nichts bringen, oder schlimmer: Ihnen schaden. Und dann wundern sie sich, warum sie sich erschöpft fühlen.

Energetische Selbstfürsorge ist keine spirituelle Spielerei. Sie ist genauso notwendig wie körperliche Hygiene. Dein Energiesystem ist real. Es arbeitet jeden Tag. Und es braucht Training, Reinigung und Pflege – Fürsorge eben.

Die fünf Säulen sind der Fahrplan: Bewusstsein, Energiefresser minimieren, Erdung, Abgrenzung und dann die Energiekapazität erhöhen.

Diese Reihenfolge bewirkt nachhaltig etwas. Und es geht dabei um für jeden trainierbare Fähigkeiten.

Wenn du anfängst, dein Energiesystem systematisch zu trainieren, wirst du merken, wie viel Energie du tatsächlich hast. Nicht nur, weil du dann mehr bekommst. Sondern vor allem, weil du aufhörst, sie zu verschwenden.

Autor: Benjamin Maier

Was macht ein Schamane?

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Schamanen sind die Bewahrer des alten Wissens und der Gebräuche. Sie sind Heiler, Seher und oft auch spirituelle Berater und Medien.

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